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Mischeli Forum: Welchen Veränderungen muss sich die Kirche in Zukunft stellen?

Fr 29. März; 15:00 - 17:00

Ein Schlager aus den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts hatte den Refrain: „Que sera, sera“ – „Was sein wird, wird sein“, und weiter „the future’s not ours to see“ – „es ist nicht an uns, die Zukunft zu sehen“, das heisst „es kommt, wie es kommt“, wie man auch heute noch häufig hört. Sind wir punkto Künftigem also einem Schicksal ausgeliefert?

Der Basler Geschichtsphilosoph Jakob Burkhardt schrieb, dass der Zufall entscheidende Momente der Weltgeschichte bestimmte. Welche Rolle also werden Zufälligkeiten spielen? Kann man die Zukunft überhaupt erforschen und voraussagen?

Es ist jedoch ein menschliches Bedürfnis zu wissen, was uns die Zukunft bringen wird.

Arbeit im Beruf und Alltag, die Aktualitäten und Nachrichten jeden Tages beschäftigen uns; dabei übersehen wir eben gerne die langsamen und unspektakulären Veränderungen in Zeit und Gesellschaft. Es gibt Tendenzen und Trends, die langsam verlaufen, keine Schlagzeilen verursachen, die wir daher weniger bemerken und ihrer kaum bewusst sind.

Ein Beispiel ist die Stellung und das Ansehen der älteren Menschen. Als Ronald Reagen Präsident der Vereinigten Staaten wurde, fragte man sich allgemein, ob man im fortgeschrittenen Alter von 69 Jahren noch ein so wichtiges Amt übernehmen kann. Dagegen spielte es vor 2 Jahren bei den amerikanischen Wählerinnen und Wählern aber kaum mehr eine Rolle, dass Donald Trump schon 72 Jahre alt war, als er sich um die Präsidentschaft bewarb. In unserem Kanton Baselland ist die Altersgrenze von 70 Jahren, bei deren Erreichen Richterinnen und Richter ihr Amt abgeben mussten, abgeschafft worden. Ist es also ein Trend, dass in Zukunft alte Leute mehr als früher akzeptiert und ihnen wichtige Funktionen zugetraut werden?

Eine andere Veränderung gegenüber früher ist das Verschwinden von gesellschaftlichen Normen und Regeln. Heutzutage tragen auch hohe Chefs offene Hemden ohne Krawatte und in der Freizeit Bluejeans, unterscheiden sich also punkto Kleider nicht mehr von „Otto Normalverbraucher“. Gottfried Kellers Wort „Kleider machen Leute“ gilt nicht mehr.

Ein anderes Beispiel sind die heutigen jungen Leute, die sehr oft unverheiratet zusammen leben, und dies auf Zeit und kaum mehr für immer. Sie gestalten ihr Leben individuell und kümmern sich nicht mehr um die Meinung der Allgemeinheit. Sie haben ihre eigenen Werte, Massstäbe und Weltanschauungen, interessieren sich nicht für die Kirche und treten häufig aus.

Wie verändert diese zunehmende Individualisierung das künftige Leben? Wie werden Digitalisierung und künstliche Intelligenz, das Fortschreiten der Computer-Technik die Zukunft beeinflussen? Welches sind die wesentlichen Trends und Tendenzen, welche unsere Gesellschaften verändern? Und vor allem: Worauf muss sich unsere Kirche einstellen, wenn sie nicht ganz aus dem gesellschaftlichen Leben verschwinden will?

Diesen Fragen und Themen widmet sich die nächste Veranstaltung des „Mischeli Forum“, mit dem Zukunftsforscher Dr. Andreas Walker, der sich gerne auch Fragen aus dem Publikum stellt.

Ein Flyer der Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden.

Christoph Erhardt

Details

Datum:
Fr 29. März
Zeit:
15:00 - 17:00
Veranstaltungskategorien:
, ,

Veranstalter

Christoph Erhardt

Veranstaltungsort

Grosser Saal Reformiertes Zentrum Mischeli
Bruderholzstrasse 39
Reinach, BL 4153 Schweiz
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Telefon:
+41 61 711 44 76
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