Mit Mund und Nase verdeckendem Rauschebart und obligaten Handschuhen ist der Niggi-Näggi eigentlich bestens gewappnet gegen das Corona-Virus. Trotzdem verzichten Santigläuse in diesem Jahr auf die traditionellen Hausbesuche oder auf das Geschenkeausteilen auf öffentlichen Plätzen.

Auch wir müssen auf den sehr beliebten Familiengottesdienst mit dem Auftritt des Santiglaus aus dem Schwarzwald, mit den Värsli der Kinder und dem anschliessenden Eselreiten rund um die Mischelikirche verzichten.

Robert Develey: Dr Niggi Näggi

Damit die Kinder aber dennoch erfahren, was es mit dem wundersamen alten Mann im roten Mantel auf sich hat, drucken wir hier die bekannteste Legende rund um sein Lebenswerk ab. Ziehen Sie sich eine rote Zipfelmütze an und erzählen Sie die Geschichte Ihren Kindern und Grosskindern! Und backen Sie zusammen mit den Kindern einen Hefesantiglaus! Das macht Spass und wird für Sie und Ihre Kinder zu einem unvergesslichen Nikolaus-Fest.

In einem kleinen Städtchen in der heutigen Südtürkei, wurde ein Junge namens Nikolaus geboren. Er war der einzige Sohn reicher Eltern, welche sehr jung starben. Nikolaus verbrachte seine Jugend mit Reisen im Land. Dabei stellte er fest, dass viele seiner Landsleute arm waren und hungerten. Er begann, sein Geld grosszügig an diese Menschen zu verteilen. Als er auf einer seiner Reisen die grosse Stadt Myra besuchte, fand er die Stadttore verschlossen, weil es schon spät am Abend war. So nächtigte Nikolaus vor den Toren der Stadt. An jenem Tag aber ergab es sich, dass der alte Bischof von Myra verstorben war. Die Stadtväter suchten nach einem würdigen Nachfolger. Da man keinen solchen finden konnte, wurde beschlossen, einen gottesfürchtigen Menschen, welcher am folgenden Tag als erster die Kirche besuchen würde, zum neuen Bischof der Stadt zu bestimmen. Da Nikolaus ein religiöser Mensch war, führte ihn am nächsten Morgen sein erster Weg in die Kirche. So wurde er Bischof von Myra. Als hoher Geistlicher soll er seine Güte noch gesteigert haben. Die Menschen des Landes kannten und verehrten ihn. Nach seinem Tod besuchten viele der beschenkten Kinder sein Grab und trauerten um ihn.

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