Jeden Abend läutet unsere Glocke: im Winter um 18 Uhr, im Sommer um 19 Uhr. Manche freuen sich am schönen Klang, manchen ist das Geläute ein Ärgernis. In der Ausnahmezeit, in der wir uns befinden, erhält das Glocken-Läuten eine neue, tiefe Bedeutung. Es verbindet uns miteinander. Wir hören es alle. Es läutet, um uns allen zu sagen: «Fürchtet Euch nicht. Die Zeit ist schwierig, die Zukunft ungewiss – aber Gott ist da. Er beschützt uns und wacht über uns. Er ist ein Gott des Lebens und will, dass wir leben.»

Es ist uns momentan verwehrt, gemeinsam zu beten. Aber wenn wir während des Läutens am Abend einen Moment innehalten und unsere Sorgen, Freuden und unseren Dank zu Gott schicken, entsteht ein unsichtbares Netz, das uns miteinander verbindet und uns Kraft gibt.

Florence Develey

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