“Wenn wir nicht sehr bald unser Energiesystem umstellen, droht uns eine globale Katastrophe», sagt Andreas Fischlin, emeritierter ETH-Professor für Systemökologie und Vizepräsident der Arbeitsgruppe für Klimafolgen und -anpassung im Weltklimarat (IPCC).”

“Wir müssen weg von Kohle, Erdöl und Erdgas, hin zu Wasserkraft, Sonne, Wind und Geothermie, wenn wir nicht wollen, dass durch Unwetter, Dürre, steigender Meeresspiegel ganze Landstriche unbewohnbar, Millionen Menschen entwurzelt und massive soziale Unruhen provoziert werden. Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird Ende des Jahrhunderts die CO2-Konzentration so hoch sein wie vor 40 Millionen Jahren, also wie zur Zeit des Erdmittelalters, als das Schweizer Mittelland eine Wüstenlandschaft war.”

“Jeder noch so kleine Schritt in Sachen CO2-Senkung ist wichtig und wir alle können etwas tun: bewusster konsumieren und weniger verschwenden. Bei jedem Kauf – sei dies ein Kühlschrank, ein Auto, eine Heizung oder einfach Lebensmittel – gilt es darauf zu achten, dass die Anschaffung so CO2-arm wie möglich ist. Und: wählen Sie die klimafreundlichen Politikerinnen und Politiker in Ihrer Partei.”

Prof. Dr. Andreas Fischlin, Biologe und Klimaexperte
(Auszug aus einem Interview im Migros Magazin 29. November 2018)

[Bildnachweis: Bernd Kasper, pixelio.de]
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