Ein Koffer. Er steht im Flur, zugeschnürt. Griff- und startbereit für eine Reise. Für eine Reise in eine bessere Welt, wie sich der Aufschrift entnehmen lässt.

«Wer aus der Tür tritt, hat schon einen Teil der Reise hinter sich gebracht», besagt ein Sprichwort. Der Koffer lädt ein, in den kommenden 40 Tagen der Fastenzeit vor die Haustür des eigenen gewohnten Lebens zu treten und sich auf eine Reise zu begeben.

Die Reise führt Sie zu Menschen im Kongo, in den Philippinen, in Tansania. Dort werfen Sie einen Blick in die Koffer, die Menschen in diesen Ländern tragen. In ihrem Gepäck, Sie werden es sehen, befinden sich viel Not und Ungerechtigkeit – aber auch Mut, Tatkraft und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Und das passt doch zu Ihrem Koffer, den Sie mittragen; der mit dem Aufkleber «Aufbruch in eine bessere Welt». Auch Sie sind erfasst von dieser Hoffnung und auch Sie können dazu beitragen, zusammen mit allen Menschen dieser Welt, dass der Aufkleber Wirklichkeit wird.

Wie soll das gehen? Nehmen Sie die Fastenagenda zur Hand, die mit der Februarausgabe des Kirchenboten verschickt worden ist. Auf dem Cover dieser Agenda sehen Sie den Koffer stehen. Blättern Sie um und füllen Sie die abgedruckte Packliste «Meine Packliste für die Fastenzeit» aus. «Das nehme ich mit», steht dort. Zum Beispiel mehr Zeit für meine Familie.

Und notieren Sie unter «Das möchte ich zurücklassen» das, was Ihnen nicht gut tut. Zum Beispiel Stress und Ungeduld.

Wenn Sie die nächste Seite aufschlagen, dann finden Sie dort praktische Anleitungen für eine gute Reise durch die Fastenzeit. Konkrete Hilfen, um zur Ruhe zu kommen. Das Handy auszuschalten und Stille zu finden.

Auf der nächsten Seite reisen Sie in die Republik Kongo und sie hören von der Anwältin Nathalie Kangajj, wie Böden chemisch verseucht wurden und Bauern dadurch ihre gesamte Ernte verloren haben. Sie erzählt Ihnen sachlich, ohne Vorwurf, dass an dieser ökologischen Katastrophe massgeblich Schweizer Firmen beteiligt waren. Sie merken: im Kongo leben nicht einfach arme Menschen; ihre Armut hat mit unserem Reichtum, mit unserer Mentalität und mit unserer Gier zu tun.

Obwohl Sie weit weg gereist sind, sind Sie jetzt wieder ganz nahe bei sich. Wer bin ich? Was will ich für mich? Was will ich für diese Welt? Was bedeuten mir meine Brüdern und Schwestern weltweit? Welche Welt möchte ich meinen Kindern und Grosskindern hinterlassen?

Die nächste Seite der Agenda begleitet Sie auf der Reise in ihr eigenes Herz. Und nimmt Sie dann prompt und ohne zu zögern mit nach Brasilien, um Ihnen Platão Rocha vorzustellen, eine strahlende Agrarexpertin, die ihren Koffer gefüllt hat mit Fachwissen und Hoffnung. Ihre Reise führt sie durch ihr ganzes Land, um anderen zu zeigen, wie man umweltschonend und dennoch lohnend Landwirtschaft betreiben kann.

So geht Ihre Reise weiter. 40 Tage lang bis Ostern. Sie lernen in dieser Fastenzeit viel über sich und viel über andere. Die gemeinsame Hoffnung auf eine bessere Zukunft macht Sie zum Bruder oder Schwester derer, denen sie begegnet sind. Und die Hoffnung beflügelt Sie, umzudenken und neue Wege zu gehen – versprochen.

Sollten Sie keine Fastenagenda in der Zeitung «Kirchenbote» gehabt haben, melden Sie sich bitte auf unserem Sekretariat und wir liefern Ihnen gerne eine nach (061 711 44 76 / sekretariat@refk-reinach.ch)

Das Team von Brot für alle/Fastenopfer

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